- Einleitung
- Vorsicht vor Schnäppchen
- "Phishing" und persönlicher Kontakt
- Besichtigung und sichere Geldübergabe
- Kurz vor dem Kauf
- Vorkasse
Treuhandservices und Scheck-Zahlungen - Der Kauf
- Versand und Kosten
- Probleme nach dem Kauf
Das Kaufen und Verkaufen im Internet geht schnell und ist bequem, birgt jedoch auch Risiken. Etwa dadurch, dass man dem Handelspartner oft nur virtuell begegnet, fehlt der direkte Kontakt. Niedrige Preise und vermeintliche Schnäppchen führen dann oft dazu, dass man sich auf einen unsicheren Handel einlässt.
Grundsätzlich gilt: Eine offene und persönliche Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer hilft, Probleme im Vorfeld aus dem Weg zu räumen und ist ein gutes Zeichen für den weiteren Verlauf des Handels.
Dieser Ratgeber gibt Ihnen alle wichtigen Hinweise für den sicheren Online-Handel. Sollten Sie ein verdächtiges Inserat entdecken, melden Sie es über den "Beanstanden"-Link auf der Detailseite unserem Supportteam. Dieses prüft umgehend die Angelegenheit für Sie.
Wie eingangs erwähnt, sollten Sie auch bei einem verlockend niedrigen Angebot unbedingt Vorsicht bewahren. Auffällig niedrige Preise, "umstandshalber" oder als Aktion getarnt, sind nicht selten der Köder für einen Betrugsversuch. Hebt sich ein Inserat preislich deutlich von anderen oder dem aktuellen Marktwert der Ware ab, sollten Sie vor dem Kauf einige Dinge genau prüfen:
Ein gutes Zeichen für einen fairen Kauf und Verkauf ist der persönliche Kontakt zum Handelspartner. Je kostspieliger der angebotene Artikel, desto wichtiger ist die Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Beachten Sie jedoch, dass es sogenannten "Phishing"-Betrügern möglich ist, sich E-Mail-Absenderadressen seriöser Unternehmen anzueignen und in deren Namen scheinbar sichere E-Mails zu versenden. Sollten Sie also nach persönlichen Zugangsdaten oder Kreditkartennummer gefragt werden, prüfen Sie die E-Mail und suchen Sie im Zweifelsfall den persönlichen Kontakt per Telefon, um Rücksprache zu halten. Kommt der persönliche Kontakt nicht zustande oder antwortet der Handelspartner nur unwillig auf Ihre Fragen, sollten Sie unbedingt vom Kauf Abstand nehmen. Beachten Sie aber, dass auch intensiver E-Mail- oder Telefonkontakt einen Betrugsversuch nicht unbedingt ausschließt.
Kein noch so reichhaltig bebildertes und ausführlich beschriebenes Inserat ersetzt einen persönlichen Besichtigungstermin. Gerade hochpreisige Angebote sollten Sie vor dem Kauf genauestens in Augenschein nehmen.
Informieren Sie sich über den realen Marktwert des angebotenen Artikels und bitten Sie bei Bedarf eine fachkundige Person, Sie zur Besichtigung zu begleiten. Oder lassen Sie bei einer Werkstatt, Automobilclub-Filiale (etwa ADAC oder AvD) oder TÜV-Niederlassung einen Zustandsbericht anfertigen. Werkstätten in der Nähe des Artikelstandortes finden Sie beispielsweise über die motoso.de Werkstattsuche. Vereinbaren Sie dort am besten einen Termin und informieren Sie sich über die Gebühren für ein solches Gutachten.
Achten Sie vor Ort auf offensichtliche Beschädigungen oder Betriebsgeräusche. Vergleichen Sie Teile- oder Fahrgestell-Nummern mit denen, die Sie in den Unterlagen finden. Prüfen Sie ausschließlich die Originalpapiere und keine Kopien oder Ausdrucke, um Fälschungen zu entgehen. Bedenken Sie, dass sich über digitale Nachbearbeitung Dokumente leicht fälschen lassen.
Kommt es zum Geschäft, trennt Sie "nur noch" die Bezahlung und der Versand bzw. die Abholung der Ware von Ihrem erworbenen Artikel. Um auch hier alles richtig zu machen, sollten Sie vor allem bei hohen Geldsummen weiterhin vorsichtig handeln.
Prüfen Sie bei gewerblichen Anbietern deren Händler-Homepage auf motoso.de. Diese finden Sie ganz einfach über den Link "Alle Infos zum Anbieter" auf der Detailseite des Inserates bei den Kontaktinformationen. Dort erscheinen neben den Kontaktangaben oft auch Fotos des Betriebes. Gewerbekunden werden von unserem Supportteam persönlich verifiziert. Ein weiteres Sicherheitsplus für Sie.
Wenn Sie von privaten Anbietern kaufen, sollten Sie die Übergabe größerer Geldbeträge möglichst direkt in einer Bank abwickeln. Befindet sich keine Filiale Ihrer Hausbank in der Nähe, können Sie sich per Blitzgiro-Auftrag den Kaufpreis an eine beliebige Bank in Ihrer Umgebung senden lassen und so vor Ort sicher darüber verfügen. Dies ist zwar meist gebührenpflichtig, garantiert Ihnen jedoch eine sichere Geldübergabe. Vermeiden Sie es unbedingt, mit größeren Geldbeträgen ohne Begleitperson zu unbekannten Personen zu fahren!
Wenn Sie einen Kauf abschließen wollen, achten Sie auf den Zahlungsablauf. Akzeptieren Sie keinesfalls Vorauszahlungen großer Geldbeträge direkt auf das Konto des Händlers, vor allem nicht, wenn es sich um ein ausländisches Konto handelt. Wählen Sie immer sichere Zahlungsmethoden wie die Nachnahmesendung.
Auch viele der angebotenen Treuhandservices wie etwa Western Union oder Money Gram bieten keinesfalls Sicherheit, da diese Angebote nicht für den Zweck von Online-Käufen vorgesehen sind. Wird Ihnen einer dieser Treuhandservices für die Bezahlung einer Ware angeboten, ist absolute Vorsicht geboten. Beachten Sie hierzu auch das Kapitel "Probleme nach dem Kauf".
Wenn Vorauskasse absolut notwendig ist, nutzen Sie bewährte Treuhandservices wie beispielsweise www.iloxx.de. Diese Dienste "parken" Ihr Geld und zahlen es erst an den Verkäufer aus, wenn dieser die Ware zum Versand anliefert. Auf den jeweiligen Webseiten erfahren Sie, wie Sie das Geld auch zu ausländischen Handelspartnern sicher transferieren.
Beachten Sie als Verkäufer die Gefahr durch gefälschte oder gestohlene Schecks aus dem Ausland. Akzeptieren Sie keine Vorauszahlungen in Form von Schecks. Diese können sich oft als gefälscht oder ungedeckt herausstellen. Auch Schecks mit einer deutlich höheren Summe als dem Kaufpreis - meist verbunden mit der Aufforderung, den "Überbetrag" zurück zu überweisen - sollten Sie niemals annehmen. Lassen Sie Schecks von einer Bank auf Echtheit prüfen. Beachten Sie außerdem, dass selbst gedeckte Schecks auch im Nachhinein "platzen" und somit ihre Gültigkeit verlieren können. Weitere Auskünfte zu Scheck-Zahlungen gibt Ihnen Ihr Kreditinstitut.
Sie sind sich sicher und wollen den Kauf abschließen? Bestehen Sie auf einen vollständigen Kaufvertrag mit detaillierter Beschreibung der gekauften Ware sowie, falls nötig, allen dazugehörigen Papieren. Welche das sind - bei Teileinseraten etwa die Allgemeine Betriebserlaubnis oder bei Fahrzeugen die Zulassungsbescheinigung und Unterlagen der letzten TÜV Prüfung - erfahren Sie von der örtlichen TÜV-Niederlassung.
Zusätzlich im Vertrag vermerkt werden müssen eventuelle Schäden und Zustand der Ware, Datum und Ort der Übergabe und der Bezahlung sowie vollständige Anschrift von Käufer und Verkäufer.
Kaufen Sie die Ware von einem gewerblichen Händler, ist dieser automatisch an die gesetzliche Gewährleistungspflicht von mindestens einem Jahr gebunden. Privatverkäufern steht es frei, eine Gewährleistung einzuräumen. Wenn Sie diese aushandeln, achten Sie unbedingt darauf, dass auch diese korrekt im Kaufvertrag eingetragen wird.
Wenn Sie Ihre Ware nicht persönlich abholen, sondern sich liefern lassen, achten Sie auf die vom Anbieter angegebenen Versandkosten. Diese finden Sie in der Regel auf der Detailseite des Inserates. Vor allem bei sehr großen und schweren Gütern lohnt der Blick in den motoso.de Versandkostenrechner von unserem Partner iloxx. Hier errechnen Sie zuverlässig die zu erwartenden Versandkosten.
Iloxx Versandservice: http://www.motoso.de/motozone_lounges_iloxx.jsp
Wenn nach dem Kauf Probleme auftauchen, die Sie selbst nicht mit dem Handelspartner klären können oder wenn Sie Fragen zu Ihrem Kauf bei motoso.de haben, finden Sie hier einige Tipps für die "Erste Hilfe":
"Ich bin mit dem Artikel, den ich gekauft habe, nicht zufrieden und möchte ihn umtauschen. Kann ich das?"
Das hängt davon ab, ob der Verkäufer der Ware als gewerblicher oder privater Anbieter auf www.motoso.de angemeldet ist.
Gewerbliche Anbieter haben eine gesetzliche Gewährleistungspflicht von einem Jahr bei Garantieschäden und sind an das generelle Umtauschrecht innerhalb von 14 Tagen nach Kauf gebunden.
Privaten Kunden steht es frei, ein Umtauschrecht einzuräumen oder darauf zu verzichten. Ob ein Umtauschrecht besteht, steht in Ihrem Kaufvertrag.
"Ich habe den Artikel im Voraus bezahlt / versendet und warte nun seit Längerem auf die Zustellung / Zahlung. Was soll ich tun?"
Versuchen Sie, mit dem Handelspartner persönlich in Kontakt zu treten. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Detailseite des Inserates. Wir raten allgemein, dem Handelspartner etwa 25 Tage Zeit zu geben, seinen Verpflichtungen nachzukommen oder sich zu melden. Danach hilft Ihnen unser motoso.de Supportteam telefonisch unter der Nummer Tel.: +49 (0)40 2533656 oder per E-Mail: service@motoso.de.
"Ich habe einem Handelspartner Geld überwiesen und stelle fest, dass es sich hierbei um einen Betrug handelt. Gibt es eine Chance mein Geld zurückzubekommen?"
Haben Sie einen Treuhandservice wie z.B. www.iloxx.de genutzt? Dann haben Sie gute Chancen, Ihr Geld zurückzuerhalten. Kontaktieren Sie den jeweiligen Treuhandservice für weitere Schritte.
Haben Sie die Ware per Überweisung über die Hausbank bezahlt? Dann setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung. Diese prüft, ob die Transaktion storniert werden kann. Allerdings ist das nur möglich, wenn das Geld bei dem Empfänger noch nicht gutgeschrieben wurde.
"Ich bin einem Betrug zum Opfer gefallen und habe wirtschaftlichen Schaden genommen. Was soll ich nun tun?"
Wenn der Verdacht besteht, dass es sich um einen Betrug handelt (der Handelspartner hat sich auch nach etwa 25 Tagen nicht gemeldet, das Geld ist bereits ausgezahlt bzw. die Ware bereits versendet worden, ohne dass Zahlungen geleistet wurden), kontaktieren Sie unser Supportteam telefonisch unter der Nummer Tel.: +49 (0)40 2533656 oder per E-Mail: service@motoso.de.
Wir versuchen, die Angelegenheit für Sie zu klären. Im Falle eines Betruges sperren wir den Anbieter sofort. Sollte auch dies keinen Erfolg bringen, erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Halten Sie hierfür alle Unterlagen den Fall betreffend (Daten des Händlers und der Ware sowie den gesamten Schriftverkehr) in ausgedruckter Form bereit.
Wenn Sie eine Rechtschutzversicherung besitzen, die solche Fälle abdeckt oder als Mitglied in einem Automobilclub Anspruch auf eine kostenlose Rechtsberatung haben, wenden Sie sich an einen Anwalt. Auch Verbraucherzentralen bieten Hilfe in solchen Fällen an.